Rufe einen Auftraggeber an – DJ-Challenge Tag 4

Von DJ Rewerb | DJ Challenge

Tag 4: Rufe einen Auftraggeber an - DJ-Challenge

An den ersten drei Tagen dieser Challenge habe ich deine Nerven absichtlich etwas geschont. Schließlich will ich, dass du weiterhin Spaß daran hast, jeden Tag etwas für dein DJ-Business zu tun.

Diese vierte Aufgabe wird nun etwas fordernder. Dennoch möchte ich dich ermutigen sie trotzdem zu erledigen. Vielleicht erschreckt dich die Aufgabe sogar zu Tode. Sie ist umso wichtiger, weil dein Geschäft zahlende Kunden benötigt.

Warum ist Mundpropaganda gefährlich?

Deine beste Werbung ist und bleibt, wenn dich frühere Auftraggeber an neue Kunden empfehlen. Eine persönliche Empfehlungen ist durch keine andere Werbeform zu schlagen.

So kam für mich die Zeit, da war ich als DJ ausgebucht. Pro Jahr bekam ich mehr Anfragen für Partys als ich spielen konnte. Schließlich hat das Jahr nur 52 Wochenenden. Die besten Veranstaltungen pickte ich mir heraus, den anderen Leuten musste ich absagen. Große Events wie Silvester und Fasching waren sowieso über ein Jahr im Voraus verplant.

Mein DJ-Business wurde zu einem Selbstläufer das ausschließlich über Mundpropaganda funktionierte. Weder musste ich in Werbung investieren, noch mich aktiv um neue Aufträge kümmern.

Die Faulheitheits-Empfehlungsfalle

Dass ich zu faul wurde und mich an diese Faulheit gewöhnt hatte, bekam ich erst drei Jahre später zu spüren. Weil ich mich nicht mehr aktiv um neue Gigs gekümmert habe, brachen mir die Aufträge weg.

Erfolgreiche Partyreihen liefen sich nach zehn Jahren tot. Dadurch fielen die ersten sechs Gigs pro Jahr weg. Das ist zunächst keine dramatische Entwicklung, dachte ich.

Dann wechselten die Geschäftsführer in manchen Clubs. Sie brachten ihre eigenen DJs mit und ich bekam dort nur noch die Hälfte der Aufträge. Nach einem Jahr verzichtete sie ganz auf mich.

Mit anderen Geschäftsführern wollte ich nicht länger zusammenarbeiten. Und manche Partys wurden eingestellt, weil sie nicht profitabel genug waren.

Nach ausgebuchten Jahren brachen mir immer mehr Gigs weg. Jetzt war ich es allerdings nicht mehr gewohnt, mich aktiv bei Auftraggebern zu bewerben. Niemand wartet auf einen DJ, der sich mit ein paar Restgigs durch das Jahr rettet.

Mit diesen Beispielen möchte ich dir zwei Dinge verdeutlichen, die sich gegenseitig verstärken oder abschwächen können.

Denke an die Kundenabwanderungsrate

Jimdo

Über mehrere Jahre betrachtet wirst du Aufträge verlieren. Du wirst auch Resident-Jobs verlieren, die dir heute 100 prozentig sicher erscheinen.

Die Werbe-Auftrags-Spirale

Das Problem den richtigen Mix aus genug Werbung für eine ausreichende Anzahl an Aufträgen zu finden, kennt jeder Selbstständige. Im Blogpost "3 Tipps für einen dauerhaften Nachschub an Gigs" beschreibe ich die Schwierigkeit so:

Hast du keine Aufträge, dann telefonierst du dir die Finger wund, um Gigs an Land zu ziehen.
Und wenn du dir erst einmal ausreichend viele Gigs erarbeitet hast, dann hast du plötzlich keine Zeit mehr, um Neukunden zu akquirieren.

Sind alle Aufträge erledigt, telefonierst du dir wieder die Finger wund. Halte deshalb immer ein paar Eisen im Feuer. Und immer ein paar Partys am Köcheln.

Ruhe dich nicht auf deinen Lorbeeren aus. Kümmere dich aktiv um neue Aufträge, auch wenn du ausgebucht bist.

Dann hast du nämlich den entscheidenden psychologischen Vorteil auf deiner Seite, dass du mit einem Veranstalter einfach über das letzte Wochenende fachsimpeln kannst. Du hast keinen Druck, unbedingt eine Bookingzusage zu bekommen. Beiläufig kannst du erwähnen, wo du überall unterwegs bist.

Besonders als mobiler DJ signalisierst du Qualität, wenn du alle kurzfristigen Anfragen ablehnen musst, weil dein nächster freier Termin ein Freitag in neun Monaten wäre.

Sieht dein Booking-Kalender noch leer aus?

Es macht überhaupt nichts, wenn du noch nicht so viele Aufträge hast. Schließlich weißt du nun, dass viele deiner ausgebuchten DJ-Kollegen, Vorbilder und Konkurrenten zu faul werden, um sich aktiv um Gigs zu kümmern – so wie ich.

Oder sie machen es richtig und kümmern sich weiterhin um neue Gigs – so wie du.

DJ-Challenge 4: Rufe einen Auftraggeber an

Die heutige Aufgabe der 31-Tage-Challenge ist ganz einfach: Rufe einen Veranstalter oder Auftraggeber an, mit dem du gerne zusammenarbeiten möchtest.

Das Ziel des Anrufs ist nicht unbedingt nach einem Gig zu fragen, sondern dich in Erinnerung zu bringen.

Wenn du weniger als Club-DJ unterwegs bist, sondern eher als mobiler DJ, dann rufe den Geschäftsführer einer Gaststätte an, in der du vor einem Monat gespielt hast. Oder telefoniere einem Interessenten hinterher, dem du vor einer Woche ein Angebot geschickt hast.

Für den Erfolg der heutigen Aufgabe ist es sehr wichtig, dass du wirklich zum Telefonhörer greifst. Gehe nicht den einfachen Weg. Schreibe also nicht nur eine kurze Facebook-Nachricht oder eine E-Mail. Ein Telefonat ist sehr viel persönlicher, selbst wenn es nur zwei Minuten am Telefon sind.

Was denkst du über die heutige Aufgabe? Erschreckt dich der Gedanke mit jemandem über ein Booking am Telefon zu sprechen? Warst du schon einmal in der Faulheitheits-Empfehlungsfalle gefangen und wie bist heraus gekommen? Schreibe bitte einen Kommentar weiter unten auf dieser Seite.

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Über DJ Rewerb

Mein Name ist Thorsten. Unter meinem Künstlernamen DJ Rewerb schreibe ich über das DJing. Denn Auflegen ist viel mehr als Musik abzuspielen. Als DJ beschäftige ich mich mit Musik und Technik bis zu Marketing sowie der geschäftlichen Seite. Dabei will ich dir als virtueller DJ-Mentor helfen.

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