Buchhaltung, Steuern und anderer Bürokram – DJ-Challenge Tag 23

Von DJ Rewerb | DJ Challenge

Buchhaltung, Steuern und anderer Bürokram - DJ-Challenge Tag 23

Stelle dir vor, du müsstest morgen deine Steuererklärung abgegeben. Was müsstest du heute alles dafür erledigen? Damit ist das Thema der heutigen Aufgabe auch schon umrissen.

Absichtlich lege ich "geschäftlichen" Aufgaben der DJ-Challenge auf die späteren Tage. Denn meine Steuererklärung empfinde ich als sehr lästige Pflicht.

Andererseits geben mir die jährlichen Geschäftszahlen einen tollen Überblick. Aus dieser Vogelperspektive sehe ich, wie viele Gigs ich gespielt habe, für welches Equipment ich Geld ausgegeben habe und welchen Gewinn mein professionalisiertes Hobby erwirtschaftet.

Was hat sich gelohnt und welche Entscheidung hat sich als wirtschaftlich falsch herausgestellt?

Nach einigen Jahren heftiger Schluderei, zwinge ich mich jetzt dazu alle Steuerangaben fristgerecht zu erledigen. Dabei hilft mir das einfaches Prinzip: was ich nicht in der Woche geschafft habe, hole ich Sonntags nach. Somit starte ich wenigstens die nächste Woche wieder mit einem reinen Gewissen.

DJ-Challenge 23: Erledige heute deine Buchhaltung

Sobald eine Rechnung herein kommt, trage ich diese Ausgabe mit dem Buchungsdatum in ein Tabellendokument ein. Auf diese Weise habe ich pünktlich zum Ende eines Quartals meine Buchhaltung für die Umsatzsteuervorauszahlung fertig.

Am Jahresende erzeuge ich daraus eine Übersicht für meinen Steuerberater.

Wenn du ebenfalls nicht täglich mit deinem Bürokram hinterher kommst, dann würde ich zumindest einmal pro Woche sämtliche Buchhaltungsaufgaben erledigen.

Ich kenne nur zu gut, was sonst passiert. Du glaubst, du würdest alle Belege sammeln und in einem Ordner abheften oder in einem Schuhkarton sammeln. Später musst du dich tagelange mit deiner Belegablage beschäftigen, was du pro Woche in 30 Minuten hättest erledigen können.

Wie häufig kümmerst du dich um deine Finanzen?

Soweit zur Theorie und meinen guten Vorsätzen, an die ich mich nicht immer halten kann. Manchmal kaufe ich etwas ein und weil es schnell gehen muss, lege ich die Rechnung ins Auto. Dann fahre ich zu einem Gig. So wandert der Beleg in meine DJ-Tasche. Natürlich kann ich mich nicht mehr am gleichen Tag um den Beleg kümmern, weil ich einen Gig spiele.

Außerdem kann es vorkommen, dass ich Briefe oder E-Mails mit Rechnungen im Anhang erst nach zwei Tagen lese. Oder du nimmst an einer DJ-Challenge teil und hast einfach keine Zeit für den lästigen Bürokram 😉

Falls du jemals Rechnungen zu spät gestellt oder eine Mahnung vom Finanzamt bekommen hast, kann ich dir aus eigener Erfahrung dringend raten, dir einen guten Steuerberater zu suchen.

Mir hilft die professionelle Anleitung, um alle Unterlagen fristgerecht beisammen zu haben. Seitdem habe ich keine Panik mehr vor Umsatzsteuervoranmeldungs-Terminen, alle Abschreibungszeiträume sind korrekt und ich kann sogar ein Arbeitszimmer sowie Fahrtkosten und Verpflegungskosten geltend machen.

Hast du einen weiteren Tipp für Bürokram, den du mindestens einmal in der Woche erledigst? Schreibe bitte einen Kommentar.

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Über DJ Rewerb

Mein Name ist Thorsten. Unter meinem Künstlernamen DJ Rewerb schreibe ich über das DJing. Denn Auflegen ist viel mehr als Musik abzuspielen. Als DJ beschäftige ich mich mit Musik und Technik bis zu Marketing sowie der geschäftlichen Seite. Dabei will ich dir als virtueller DJ-Mentor helfen.

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(10) comments

Phil DJ Audiophil 23. Oktober 2016

Ein sehr wichtiger Punkt, aus meiner Sicht, Thorsten! Vielen Dank dafür! Das Themas ist bei mir gerade auch sehr aktuell 🙂

Wollen wir dies auch eventuell zum Anlass nehmen und uns austauschen, wer mit welcher Software seine Aufträge und die Buchhaltung organisiert?
Also ich verwende „Fastbill“ und bin im groben und ganzen zufrieden. Jedoch nicht mit allem. Das gute: Es kostet nur 5? netto im Monat und ist dafür schon sehr funktional.
Ich habe von Mike gehört, dass er mit „SevDesk“ arbeitet.
Un dann gibt es noch den „Musiker-Job“.

Wer von Euch hat welche Erfahrungen mit den genannten Anbietern gemacht und wer kann vielleicht auch etwas anderes empfehlen?

Vielen Dank und einen schönen Sonntag an alle!

Beste Grüße
Phil, DJ Audiophil

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Marko Holtwick 23. Oktober 2016

Dafür gibt es bald eine tolle Lösung.

Buchhaltung, Steuern usw. Wichtig. Aber wie bei allen Kleinunternehmen… Wird geschleudert.

Der Tipp mit einmal pro Woche ist am vernünftigsten.

Ich habe einen Steuerordner für Kleinunternehmer vom Verlag für deutsche Wirtschaft (Rentrop). Wer nur als DJ tätig ist, bekommt seine Steuern sehr gut alleine hin und spart dadurch bares Geld.. Da die meisten „Steuerberater“ nur Formulare ausfüllen, statt beraten, kann man das auch alleine machen…

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Phil DJ Audiophil 23. Oktober 2016

[quote name=“Marko Holtwick“]Dafür gibt es bald eine tolle Lösung.[/quote]

Welche Lösung meinst Du Marko? 🙂

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Maximilian Bucher 23. Oktober 2016

Ich finde auch wer nur als DJ unterwegs, sollte seine Steuern bzw. seine Steuererklärung selber ausfüllen. Man bekommt das mit ein bißchen Hilfe aus dem Internet selber hin.

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DJ Rewerb 23. Oktober 2016

[quote name=“Phil DJ Audiophil“]Wollen wir dies auch eventuell zum Anlass nehmen und uns austauschen, wer mit welcher Software seine Aufträge und die Buchhaltung organisiert?[/quote]
Hallo Phil,
super Vorschlag, vielen Dank dafür.

Ich verwende OpenOffice, um mit der Textverarbeitung meine Rechnungen zu schreiben.
Und in der Tabellenkalkulation von OpenOffice habe ich mehrere Tabellen, in denen ich meine Einnahmen und Ausgaben führe.
Den Rest macht mein Steuerberater.

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DJ Rewerb 23. Oktober 2016

[quote name=“Maximilian Bucher“]Ich finde auch wer nur als DJ unterwegs, sollte seine Steuern bzw. seine Steuererklärung selber ausfüllen. Man bekommt das mit ein bißchen Hilfe aus dem Internet selber hin.[/quote]
Hallo Marko, hallo Maximilian,
da muss ich dir aus Erfahrung leider widersprechen.
Wenn du es selbst hinbekommst: Super, mache es alleine.

Sobald du mit irgendeinem Termin beim Finanzamt in Verzug kommst, versuche es nicht weiter alleine. Ich würde jederzeit wieder einen Profi beauftragen. Besser zu früh, als zu spät.

@Marko: Und wie machst du es, wenn du nicht nur als DJ tätig bist? Zum Beispiel mit Buchtantiemen von Amazon, die dir über eine Steuer-ID aus Luxemburg gutgeschrieben werden 😉
Selbst wenn mein Steuerberater nur Formulare ausfüllt, erspart mir das wochenlange Qualen.

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DJ Berny 25. Oktober 2016

Servus Kollegen, Servus Thorsten,
oh weh mein absolutes Hass Thema, Buchhaltung!!! Ich hasse es, eigentlich alles was mit Papier zu tun hat und bin deshalb froh eine Großhandelskauffrau meinen Schatz nennen zu dürfen! Buchhaltung, Ablage usw. macht meine Verlobte, Angebote, Rechnungen usw. schreibe ich am PC mit der Rechnungsdruckerei 2016 Pro (Sehr cooles Programm wenn man es erstmal geblickt hat 😀 )
Meine Steuererklärung ist auch jedes Jahr ein Kraus aber auch hier empfehle ich ein gutes Netzwerk oder Freundeskreis kann da Wunder wirken. Ich hab gleich 2 Steuer Experten im Freundeskreis und durch die sauber angelegten Ordner mit allen Unterlagen sind die 2 meist in 1er Stunde mit der Sache durch. Alleine würde ich niemals eine Steuererklärung machen, denn es gibt jedes Jahr so viele Änderungen und Sachen wie und wo man Geld sparen kann, die findet man nicht im Internet das wissen nur Profis!

In diesem Sinne schönen Abend

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DJ Rewerb 26. Oktober 2016

[quote name=“DJ Berny“]Ich hab gleich 2 Steuer Experten im Freundeskreis und durch die sauber angelegten Ordner mit allen Unterlagen sind die 2 meist in 1er Stunde mit der Sache durch …[/quote]
Hallo Berny,

danke für dein Beispiel auch Freunde, Freundin, Gattin um Hilfe zu bitten.

Mit deinen Experten hört sich das eher nach einem lustigen Abend an, als nach stressiger Belegsuche.

Viel Spaß bei der nächsten Steuererklärung,
Thorsten

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Sven 30. Oktober 2016

Hallo,
ich mache es fast immer Sonntag nachmittags und dann alles aus der letzten Woche. 20-30 Minuten und alles fertig.

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Henrik Sörensen 3. November 2016

Da ich „nur“ als Kleinunternehmer mein DJ-Dasein zu verwalten habe, ist es gar nicht sooo viel Papierkram. Und eigentlich schaffe ich es immer, Rechnungen gleich dahin zu packen, wo sie hingehören:

Rechnungen die ich schreibe chronologisch und durchnummeriert auf einen Stapel, Rechnungen die ich bekomme chronologisch und durchnummeriert auf einen zweiten Stapel. Stapel 1 minus Stapel 2, Ergebnis in die Einkommenssteuererklärung, fertig.

So habe ich es bisher gemacht, ohne Probleme, werde mir für die kommende Steuererklärung aber jemanden dazuholen.

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