Die dunkle Seite des NachtlebensOhrenbetäubender Lärm, plötzlich gleißend helles Licht und danach völlige Dunkelheit.

Du bist gezwungen giftige Dämpfe einzuatmen und zweifelhafte Substanzen als Flüssigkeitsersatz zu dir zu nehmen. Die Luft ist so stickig, dass du acht Stunden lang schwitzt wie ein Marathonläufer.

Würdest du freiwillig in dieser lebensfeindlichen Umgebung arbeiten wollen?

Ach ja, für deine Nachtschicht bekommst du anfangs nur einen Hungerlohn, falls dich dein Arbeitgeber nach getaner Arbeit überhaupt bezahlt.

Diese unwürdigen Arbeitsbedingungen klingen doch eher wie ein Fall für das Gewerbeaufsichtsamt.

Willkommen in der DJ-Realität.

Natürlich habe ich die Auswirkungen von Nebelmaschinen, Vodka-Bull sowie der Musik- und Lichtanlage etwas übertrieben dargestellt.

Dennoch ist DJing nicht so leicht, wie es zunächst aussieht. Denn es gehört einiges an Durchhaltevermögen dazu, um überhaupt zu den ersten Gigs zu kommen.

Nachtschicht-Arbeit

Als DJ arbeitest du vor allem Nachts. Während alle anderen Leute feiern, arbeitest du. Das hat Konsequenzen für dein Sozialleben, weil du schlafen wirst, wenn deine Freunde wach sind.

Mit 21 Jahren haben mir diese Nachtschichten nichts ausgemacht. Doch je älter ich werde, desto mehr nagen die langen Nächte an meiner Gesundheit. Schlafstörungen sind nur eine Folge nächtlicher Arbeit. Darüber habe ich hier schon etwas geschrieben.

Im Nachtleben ist auch nicht alles Gold was glänzt. Das merke ich bei vielen Gigs, wenn ich hinter die Kulissen blicke. Grundsätzlich ist das Büro der Geschäftsführung ein Chaos aus Kalendern, Wechselgeld-Zählmaschinen und Laptops.

Nur der Stärkste überlebt

In diesen Büros werden zukünftige Gigs ausgehandelt. Du bekommst dein Gehalt ausgezahlt. Und es wird intrigiert, auf Teufel komm raus. Niemand gönnt dem anderen die Butter auf dem Brot.

Geld, Macht und die halbnackten Mädels, die ebenfalls in diesen Büros herumhängen erzeugen eine Testosteron-geschwängerte Atmosphäre, die jederzeit explodieren kann.

Falls der Abend mal nicht so gut lief, muss oft der DJ als Buhmann herhalten, der die Stimmung nicht richtig angeheizt hat.

Abschrecken will ich dich jedoch nicht. Auflegen ist der beste Job, den ich mir vorstellen kann. Denn Auflegen hat für mich einen sehr hohen Suchtfaktor. Hätte ich im Jahr 2003 nicht wieder als DJ angefangen, dann wäre ich nie auf die Idee gekommen als virtueller DJ-Mentor einen Blog zu schreiben.

Konnte ich dich immer noch nicht davon überzeugen, dir besser ein anderes Hobby zu suchen? Dann schreibe bitte einen Kommentar über deine Erlebnisse auf der dunklen Seite des Nachtlebens.

2 Kommentare zu „Die dunkle Seite des Nachtlebens“

  1. Deine Seite und die Themen sind toll… ich ertappe mich in den letzten Tagen dabei hier öfter mal vorbei zu klicken.
    Es macht Sinn was Du hier auf Deinen Seiten anregst. Wie sieht es aus wenn Du eine „Kramkiste“ für gebrauchtes Zeug der Nutzer hier noch integrierst?
    Ansonsten, später mehr zum Thema. 🙂

  2. [quote name=“Dj-Ronny“]Wie sieht es aus wenn Du eine „Kramkiste“ für gebrauchtes Zeug der Nutzer hier noch integrierst?[/quote]
    Hallo DJ Ronny,

    danke für deinen Vorschlag. Meinst du so etwas wie eine Second-Hand-Börse mit gebrauchtem DJ-Equipment? Das ist eine interessante Idee, an die ich noch nicht gedacht habe.

    In einigen Facebook-Gruppen gibt es Flohmärkte für DJs:
    https://www.facebook.com/groups/423782564346190/
    https://www.facebook.com/groups/290472120978440/
    https://www.facebook.com/groups/703961932988769/
    https://www.facebook.com/groups/271637542943991/
    https://www.facebook.com/groups/1538451309754471/

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