House Klassiker

Bomb The Bass – Beat Dis (1987) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Bomb The Bass mischten in den 1980er-Jahren die Musikwelt gehörig auf. Zunächst als rigoros samplende Studio-Nerds, dann als Produzenten und Remixer für Depeche Mode, Neneh Cherry und andere populäre Musiker.

Sozialisiert sind die beiden Briten in der Acidhouse-Kultur der Insel, ihren Kickstart markierte die Single "Beat Dis". Diese war aufgrund exzessiven Samplings einzigartig und spektakulär. Stilistisch schlägt sie eine Brücke von House zu HipHop.

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SNAP! – Rhythm Is A Dancer (1992) | House Klassiker

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Nachdem die Produktion international erfolgreicher Popmusik hauptsächlich in Nord-Amerika stattfand, traten um 1990 die Europäer auf den Plan. Sie kamen beispielsweise aus Schweden oder Deutschland und brachten den sogenannten Eurodance in die Charts.

Das erfolgreichste Projekt in diesem Bereich war SNAP! aus Deutschland. "The Power", das Debüt des Frankfurter Duos, wurde zu einem Welthit.

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Fedde Le Grand – So Much Love (2011) | House Klassiker

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Cover Fedde Le Grand – So Much Love (2011)Der Niederländer Fedde Le Grand ist ein alter Hase. Nicht in Bezug auf sein Lebensalter, sondern als Produzent elektronischer Tanzmusik.

Von 2000 an veröffentlichte Fedde Le Grand zahlreiche Singles, bis er im Jahr 2006 seinen Durchbruch mit "Put Your Hands Up For Detroit" hatte. Die Nummer chartete mitunter in fünf Ländern auf Platz Eins.

Im darauffolgenden Jahr brachte Fedde Le Grand sein erstes Album heraus. Diesem folgten weitere Singles und zwei Alben. "So Much Love" erschien im Jahr 2011.

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Robin S. – Show Me Love (Stonebridge Club) 1993

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Eine New Yorkerin und ein Schwede auf dem Weg zum Weltruhm. Ein Song, zwei Durchbrüche.

Sie als Sängerin, die seit ihrem fünften Lebensjahr auf diesen Moment hingefiebert hat.
Er als DJ, der angeblich auf einer Schulabschlussfeier seiner Schwester debütierte.

Sten Hallström alias Stonebridge erkannte das Talent der jungen Robin S. und produzierte den Titel "Show Me Love" für ihr Debutalbum.

Robin S. gehörte in den frühen Neunzigern zu den Hoffnungsträgerinnen des Soul und Stonebridge hat ein seit zwanzig Jahren nicht enden wollendes Karrierehoch.

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Samim – Heater (2007) | House Klassiker

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In eine schweizerisch-iranische Familie geboren, nach Berlin ausgewandert und mit einem kolumbianischen Akkordeonsample weltberühmt geworden – Samim Winiger könnte als Prototyp erfolgreicher Globalisierung gelten.

Vielmehr ist er aber ein Vertreter der seit geraumer Zeit populären Spielart des Minimal House. Staubtrockene Schlagzeuggrooves, zickige Percussion und knarzige, akzentuierte Synthesizerbässe machen einen guten Teil dieser Produktionsweise aus.

Bei "Heater" wirkt alles etwas aufgelockerter, nicht ganz so steif wie bei vielen anderen Minimaltracks. Vor allem durch das lebensfreudige Akkordeon bekommt das Stück eine Leichtigkeit, ohne aufgesetzt oder gar erfolgsheischend zu klingen.

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Krush – House Arrest (1987) | House Klassiker

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"I know you gonna dig this!" Das Kult gewordene Sample steht am Anfang dieses historischen Housetracks: "Ich weiß, du wirst das mögen!"

Nicht gerade bescheiden, den Satz des Schauspielers Richard Pryor so exponiert zu verbasteln. Aber Krush hatten Recht, "House Arrest" erfreute sich größter Beliebtheit. Nein, es sollte vielmehr der Durchbruch der Housemusik in Europa werden.

Vor der Veröffentlichung waren die vier Elektrokollaborateure Mark Gamble, Cassius Campbell, Mark Brydon, Robert Gordon und Sängerin Ruth Joy noch Undergroundstars. Nach dem unerwarteten Charterfolg – Großbritannien Platz drei, Deutschland Platz fünf – winkte der Plattenvertrag.

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Mousse T. vs. Hot ‘n’ Juicy – Horny ’98 | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Mousse T. vs. Hot 'n' Juicy - Horny '98, CoverDie Entscheidung, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und Frauenarzt zu werden oder doch lieber Musik zu machen, war für Mustafa Gündoğdu nicht schwer. Auf Praxisalltag und Krankheiten hatte der Ästhet einfach keine Lust – und zog sein Ding durch.

Seinem Vater gefiel das zunächst überhaupt nicht. Doch als dem Sohn im Jahr 1998 mit "Horny" der große Durchbruch gelang und ihm eine Grammy-Nominierung sowie ein Dankesschreiben des türkischen Generalkonsuls einbrachte, war das Eis gebrochen: Er solle bloß weiter machen!

Diese Worte nahm sich Gündoğdu scheinbar sehr zu Herzen, immerhin gelang ihm bereits ein Jahr später die Revitalisierung Tom Jones' durch die international gefeierte Zusammenarbeit "Sex Bomb".

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Fingers Inc. – Can You Feel It? (1988) | House Klassiker

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Geht es um "Can You Feel It" von Fingers Inc., muss man Superlative benutzen! Das Stück zählt zu den bekanntesten Liedern in der House-Geschichte, überhaupt.

Der Song wurde mit Abstand am meisten in der elektronischen Tanzmusik gesampled.

Und Larry Heard und Robert Owens, zwei Mitglieder von Fingers Inc., zählen zu den Größten des Genres – nicht zuletzt wegen "Can You Feel It?". Für zahlose junge Produzenten ist Larry Heard heute ein Vorbild.

Robert Owens ist quasi der Elder Statesman of (Chicago-)Housemusic. Er ruht sich dabei aber nicht auf auf seinen Lorbeeren aus, sondern veröffentlicht wieder Songs, als Sänger, DJ sowie Produzent.

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Crystal Waters – 100% Pure Love (1994) | House Klassiker

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Crystal Waters - 100% Pure Love, Cover

Die Biographien mancher Menschen scheinen so unglaublich, dass man dahinter direkt einen ausgebufften Dramaturgen vermutet. Crystal Waters gehört dazu.

Oder ist es nicht verblüffend, dass die jüngste Autorin, die je in die große "Writers Guild of America" aufgenommen wurde, später eine echte Leuchte in Informatik wurde, studierte und dann ihren großen Durchbruch feierte – als House Sängerin?

Wahrscheinlich ging es dabei einfach um "100% Pure Love". Anders könnte man sich so eine Bauchentscheidung wohl nicht erklären.

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Eric Prydz – Pjanoo (2008) | House Klassiker

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Eric Prydz ist so etwas wie eine Hitmaschine. Die folgenden Stücke waren nämlich kaum weniger erfolgreich als Pjanoo. Zum Beispiel das 2006 veröffentlichte "Education", in dem er sich den berühmten Chor von Pink Floyds "The Wall" auslieh.

Eric Prydz hatte 2004 seinen Durchbruch mit "Call On Me", einem Filterhouse-inspirierten Vocal-Tracks, der auch wegen des Videoclips für Aufsehen sorgte. Ein paar knapp bekleidete Mädels vollführen darin in einem Aerobic-Studio einen als Gymnastik getarnten Gogo-Tanz.

Das Stück platzierte hoch in den internationalen Dance-Charts und machte Prydz quasi über Nacht zum Star. In Großbritannien hielt sich "Call On Me"  ganze sechs Wochen als Nummer Eins.

Und eben "Pjanoo", das voll in die Electrohouse-Kerbe schlug, die im Jahr 2008 auf ihrem Höhepunkt war.

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Hithouse – Jack To The Sound Of The Underground (1988)

Von DJ Rewerb | House Klassiker

cover Hithouse - Jack To The Sound Of The Underground (1988)

Als "I Can't Wait" von Nu Shooz im Jahr 1986 ein Hit wurde, deuchte es dem Remixer Peter Slaghuis, dass die 150 Pfund Gage, die er genommen, und die Tantiemen, die er ausgeschlagen hatte, wohl eine drastische Fehleinschätzung gewesen war.

Er hatte das Stück so furchtbar gefunden, dass er sogar einen ganz neuen Refrain komponierte. "I Can't Wait" war zwar nicht sein Baby, aber gewissermaßen sein unterschätztes Stiefkind.

Gut für ihn, dass zumindest sein Selbstbewusstsein gestärkt wurde. Denn von Kindesbeinen an hatte er mit einem Tapedeck akustische Versuchsaufbauten studiert und mit der so genannten "Cassette-Pause-Button-Editing-Technique" ein virtuoses Hobby gefunden.

Und das sollte sich letztlich noch auszahlen: 1988 landete der gerade mal Zwanzigjährige einen Chart- und Clubhit in Europa, mit "Jack To The Sound Of The Underground".

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Welche Songs darfst du nicht verpassen?

Bucketheads – The Bomb (These Sounds Fall Into My Mind) (1994)

Von DJ Rewerb | House Klassiker

"The second most popular game that we played as children is house", so heißt es im Intro von The Bomb. Einer groovenden Housemusic-Bombe, die Kenny "Dope" Gonzalez geschrieben hat.

Der New Yorker machte – unter anderem mit "Little" Louie Vega als Masters At Work – erstmals in den mittleren 1990er-Jahren von sich Reden. Er produzierte vor allem Vocal-House, der nicht selten einen Disco-Einschlag hatte. Genauso wie bei "The Bomb". Dieser Song war der Durchbruch für Kenny "Dope" Gonzalez. Obwohl es gar nicht so gedacht war.

Schließlich produzierte er die erste Fassung des Songs vor allem, weil im der billige Eurodance-Sound auf den Keks ging. Ausgerechnet in diesen Eurodance-Länder passierte es dann, dass "The Bomb" in die Charts einzog. Und erst über den Umweg fand der Song den Weg zurück in die USA.

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Black Box – Ride On Time (1989) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Ein Stück, das sich einbrennt wie kaum ein zweites. Das liegt auch am zurecht gepitchten und hektisch montierten Gesangssample von Loleatta Holloway.

Dieses Sample sorgte für eine gewaltige musikalische Kontroverse in den Achtzigern: Wie geht man mit den Eigentumsrechten gesampleter Lieder um?

Loleatta Holloway konnte mit ihrem repetetiven und entfremdeten Gekreische jedenfalls nicht viel anfangen. Und als sie dann noch feststellen musste, dass ihr Name im Zusammenhang mit "Ride On Time" nirgendwo auftaucht, war ihr Verständnis ausgereizt.

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Axwell ft. Max’C – I Found U (2007) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Axwell ft. Max'C - I Found U, Cover

Ein lockeres Pianoriff, Breakbeats, Synthiestreicher, souliger Falsettgesang von Boomfunk MCs Gastsänger Max'C: Welcome back to the Nineties!

Doch dann: Drop, ein Raum öffnet sich. Aus dem Nichts pirschen sich blubbernde, treibende Stakkato Klänge an. Eine gewaltige Bassdrum setzt ein, die jeden Club aus den Angeln hebt.

Luftmassen werden von den Lautsprechern bewegt, dass einem die Haare zu Berge stehen, die Knie sich den Schwingungen ergeben und das Trommelfell den Befehl zur uneingeschränkten Endorphinausschüttung gibt. Axwells Produktionen gehören zu dem Imposantesten, was man mit Akustik so anstellen kann.

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