House Klassiker

Everything But The Girl – Missing (1994) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

"Missing" handelt vom größten aller Popmusik-Motive, der Liebe. Die Refrainzeile "I miss you, like the desserts miss the rain" ist – nebenbei erwähnt – die in sämtlichen Remixen am meisten verwendete Textpassage.

Von diversen Produzenten geremixed, wurde "Missing" in praktisch allen Genres der elektronischen Tanzmusik zu einer Art Überhit.

Die Houseszene mischte der Mix von Todd Edwards kräftig auf. Er ersetzte die Instrumentierung des eher jazzigen Originals (Drums, Percussion, Akustik-Gitarre, Bass und Synthesizer) durch treibend-pumpende Housebeats und einen satten Bass. Die Rhythmik akzentuierte er mit Teilen des Gitarrenmotivs und schuf mit Synthpads eine dezente Mystik und Melancholie.

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Camisra – Let Me Show You (1998) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Camisra, Let Me Show You, Cover, 1998Es scheint eine Seltenheit, aber es gibt sie doch: die Eigenbrötler mit Projektnamen.

Wer hinter “Camisra” erneut eine Zusammenarbeit verschiedener Housegrößen vermutet, hat sich ausnahmsweise mal geschnitten. Zwar ist DJ “Tall” Paul Newman eine Größe – was mit zwei Metern Körpergröße auch physisch unbestritten ist – jedoch Camisras einziges Mitglied.

Böse Zungen mögen jetzt behaupten, für das Zusammenmischen alter Tracks und Sprachsamples sei nicht viel kreatives Potenzial erforderlich. Doch gerade diese Bescheidenheit der Mittel, dieser Minimalismus verhilft dem Stück zu seiner Originalität: “Let me show you what I’m capable of!”

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The Shamen – Move Any Mountain – Progen (1991) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

The Shamen - Move Any Mountain, CD-CoverIn einem Keller in Aberdeen fanden sich im Jahr 1985 vier jungen Männer zusammen, um ihren musikalischen Vorbildern zu frönen: Bands wie "Pink Floyd" und "The 13th Floor Elevators".

Aber Psychedelic Rock war nicht mehr so angesagt wie noch 15 Jahre zuvor und "Alone Again Or" – so hießen sie – war ein Dasein als Semiprofis beschert. Immer wieder veränderte sich die Besetzung.

Sänger und Bassist Colin Angus entdeckte die elektronische Musik für sich. Es kam zu Differenzen.

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David Guetta vs. The Egg – Love Don’t Let Me Go (2002+2006) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

David Guetta machte elektronische Musik einem großen Publikum zugänglich wie kein Zweiter.

Klar, so ein Massen-Publikum hatten und haben auch andere DJs schon erreicht. Aber so wie David Guetta die Stadien, Festivals und Hallen füllt, schafft es sonst keiner.

Dies liegt an der Musik des Franzosen, die schlichtweg massenkompatibel ist. Sie lässt sich mit den Adjektiven popig, tranceig und elektrohousig umreißen.

Ergänzt wird das alles durch aufwändige Vermarktung und ergibt so die Marke David Guetta.

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M|A|R|R|S – Pump Up The Volume (1987) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Sample-Wahnsinn fällt mir zuerst ein, wenn ich Pump Up The Volume höre. Und ansonsten kein Musik-Genre, dem man es zuordnen könnte.

Denn das 1987 erschienene Lied ist im Wesentlichen eine Arrangement von vielen, sehr vielen Samples.

Es würde den Rahmen dieses House-Klassiker-Artikels sprengen, sie alle aufzuzählen. Daher nur ein grober Abriss der verbratenen Soundschnipsel: Angefangen bei James Brown wurde quer durch den Funk-Gemüsegarten gesampelt, und bis hin zu Kurtis Blow und anderen Grandfathers des Rap so ziemlich alles benutzt, was musikalisch dazwischen liegt.

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Nightcrawlers – Push the Feeling On (1995)

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Ein Stück, die Menschheit zu spalten: in Frenetische und Genervte.

Der abgehackte, auseinander geschnittene Gesang in seiner ständigen Wiederholung, der sehr eingängige Synthesizer, der trotz satter Substanz in den Hintergrund tretende Beat – das polarisierte.

Denn damit aus der eher unscheinbaren Soul-House-Tanzflächenschlaftablette "Push The Feeling On" der Nightcrawlers ein Chartknaller werden konnte, musste erstmal Mark Kinchen Hand anlegen.

Der Unterschied ist, na ja, sagen wir der, zwischen einem Gauguin und einem Picasso: fundamental. Aber genial.

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Guru Josh – Infinity (1990) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Es gibt wohl niemanden, der nicht automatisch die Hände in die Luft reisst, wenn er Infinity hört. Besonders wegen des verträumten Saxophons ist das Stück berührend und sein Wiedererkennungswert enorm.

Verantwortlich für diesen Überhit ist der Brite Guru Josh. Er ist in der Acidhouse-Bewegung der späten Achtzigerjahre verwurzelt. Und das hört man dem 1990 erschienen Infinity deutlich an.

Mit den distorteten Synths, Pianosamples und Pads klingt es mehr nach Warehouse und Rave, als nach Soul oder Disco – wie etwa die US-Housemusic aus dieser Zeit.

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Colonel Abrams – Trapped (1985) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Colonel Abrams, Trapped, CoverVollsynthetisches Schlagzeug, Staccato Bass und diese schmierigen Synthesizer … Welcome to the Eighties!

Aber was hat das mit House zu tun? Ganz einfach: Die Verbindung von stampfender Elektromusik und Popsong-Strukturen war visionär, für das Jahr 1985.

Die Houseszene lebte in Underground Clubs wie dem Warehouse in Chicago gerade auf. Colonel Abrams versuchte diesen Trend aufzuwerten und war ambitioniert House mit der Musik seiner Vorbilder wie Luther Vandross oder Marvin Gaye zu verknüpfen. Das ist ihm gelungen.

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The Original – I Luv U Baby (1995) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

The Original - I Luv U Baby, Vinyl Label

Der Multiinstrumentalist Everett Bradley traute seinen eigenen Ohren kaum, als er 1995 tanzend und schwitzend in einem Club plötzlich seine eigene Stimme hörte.

Erst wenige Wochen zuvor hatte er die betörenden Vocals zu "I Luv U Baby" eingesungen.

Dessen jazzig intoniertes, zackiges Klavierriff brennt sich schon nach zwei Takten ein und gibt zusammen mit dem luftigen mittneunziger Housebeat den perfekten Rahmen für Bradleys Stimme ab: "The Original – I Luv U Baby" war im Jahr 1995 ein echter Brandbeschleuniger für die Tanzflächen. 

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Armand Van Helden – My My My (2004) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Disco, Funk und Soul ist die Essenz von Housemusic. Dieses Bestandteile setzt Armand Van Helden stets so zusammen, dass das Ergebnis die Clubs auf Hochtouren bringt.

Armand Van Helden ist einer der ganz Großen des House. Nicht wegen seines Namens "Van Helden", wie man vermuten könnte, sondern wegen seiner Produktionen. Zum Beispiel ist er ein Teil des Duos "Duck Sauce". Du musst schon hinter dem Mond gewohnt haben, wenn du deren Mega-Erfolg nicht mitbekommen hast.

Um "Barbra Streisand" geht es heute aber gar nicht, sondern um "My My My" aus dem Jahr 2004.

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Jamiroquai – Space Cowboy (1994) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Jamiroquai - Space Cowboy, Vinyl LabelAls Jason Kay Anfang der Neunziger bei einem Vorsingen der Acidjazz-Band "The Brand New Heavies" abgelehnt wurde, strich er keinesfalls die Segel.

Kurze Zeit später stürmte seine Band "Jamiroquai" die Charts. Auf dem Weg, den Bands wie "The Brand New Heavies" geebnet hatten.

Etwa zur gleichen Zeit brachte ein New Yorker Koch, puerto-ricanischer Abstammung, sein Debütalbum als Houseproduzent raus: David Morales. Ihm kam 1994 die Hitsingle "Space Cowboy" von Jamiroquai in die Finger. Ein Stück das relaxten Groove, smoothe Vocals und uneingeschränkte Tanzbarkeit verband.

Uneingeschränkte Tanzbarkeit? Da sah Morales noch Luft nach oben und legte einen satten Club-Remix hin.

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Welche Songs darfst du nicht verpassen?

Marshall Jefferson – Move Your Body (1986) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Kaum ein Song bringt die Ära des Chicago House der Mittachtziger so auf den Punkt wie “Move Your Body” von Marshall Jefferson.

1986 als “The House Music Anthem” auf dem Label Trax Records veröffentlicht, wurde der Titel schnell zur Dance-Hymne der US-Millionenstadt. Und Marshall Jefferson zur großen Nummer zwischen namhaften House-Produzenten wie Larry Heard, Frankie Knuckles oder Lil Louis.

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Gadjo – So Many Times (2003/2006) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

Aus Miami Beach schreibe ich heute über "So Many Times" von Gadjo. Warum dieser Titel, ausgerechnet heute? Nicht nur weil "So Many Times" sommerliche Stimmung verbreitet.

Ein großes Event und Teil der Winter Music Conference in Miami ist die Verleihung der International Dance Music Awards (IDMA). Dort war "So Many Times" im Jahr 2006 für die Würden des "Best House/Garage Track" nominiert.

Außerdem war Gadjo für "Best Track of the Year" beim House Music Award 2005 nominierte sowie für "Best House Track" beim Dance Music Award 2006 in Deutschland. Große Erfolge waren für "So Many Times", den zweiten Song von Gadjo also fast vorprogrammiert.

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Huff & Herb – Feeling Good (1997) | House Klassiker

Von DJ Rewerb | House Klassiker

"It's a new dawn, it's a new day!" erklingt die soulig-laszive tiefe Frauenstimme, unterlegt von einem sanften House-Beat und chilligen Synthie-Akkorden.

Es klingt nach Aufbruch, Motivation und positiver Lebenseinstellung, aber auch nach relaxter Stimmung unter südlichen Palmen und heißem Sandstrand unter den Füßen. "Feeling Good" von Huff & Herb brachte diese entspannend-verzückte Message im Jahr 1997 unter das Volk und in die Dance-Charts.

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